Brainfood für Kinder

 

Mit Brainfood Intelligenz fördern

Lässt sich die Intelligenz von Kindern durch ihre Ernährung beeinflussen? Kann man sich schlau essen? Gibt es eine Art Zaubertrank für Kinder, der Wunder wirkt und die Eins in der Mathearbeit garantiert?

Intelligenz lässt sich nicht anfüttern. Zweifellos beeinflusst die Ernährung von Kindern jedoch ihren Entwicklungsstand, ihre Konstitution, ihre Konzentrationsfähigkeit. Das haben wissenschaftliche Untersuchungen immer wieder belegt.

Dabei ist es nicht egal, was und wann gegessen wird. Viel Zucker, Salz, Fett, Weißmehlprodukte wirken sich negativ aus. Die Packung Kekse nebenbei, die Pizza aus dem Tiefkühlfach, Burger und Pommes vom Imbiss an der Ecke schwächen Körper und Geist auf die Dauer. Kinder fühlen sich schlapp, werden nörgelig oder hyperaktiv.

Eine gesunde, vollwertige Ernährung sowie eine insgesamt gesunde Lebensweise mit ausreichend Schlaf und viel Bewegung an frischer Luft geben Kindern die Möglichkeit, ihr Leistungspotenzial körperlich und geistig voll zu entfalten.

Voller Kraft durch den Tag

Die Leistungsfähigkeit unterliegt im Laufe eines Tages natürlichen Schwankungen. Morgens steigt sie sukzessive an, vormittags, zwischen 10.00 und 11.00 Uhr, erreicht sie ihren Höhepunkt, um dann bis nachmittags 16.00 Uhr wieder abzufallen und am Abend, zwischen 17.00 und 19.00 Uhr vor der Nachtruhe, noch einmal leicht anzusteigen.

Es hat sich gezeigt, dass drei vollwertige Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten für Schulkinder am geeignetsten sind. Dabei sollten Getränke nicht vergessen werden. Regelmäßige Mahlzeiten sorgen dafür, dass die Kinder sich vom Frühstück bis zum Abendbrot gut gelaunt konzentrieren können.

Besonders wichtig ist der Start in den Tag. Wer sich gut organisiert, kann seinen Kindern leicht ein ausgiebiges, schmackhaftes Frühstück servieren. Auf die zuckerreichen Müslis aus der Packung kann verzichtet werden, wenn Pancakes, leckere Haferflockenscones oder Vanillegrießbrei auf die Familie warten.

Fast Food aus der Natur

Pausensnacks sind für viele Schulkinder und ihre Eltern ein Thema. Das Gehirn ist auf die regelmäßige Zuführung von Glucose angewiesen. Kinder, die ausreichend gefrühstückt haben, sind für die ersten Stunden mit ausreichend Glucose als Blutzucker und als Glykogen in Muskeln und Leber versorgt.

Fällt der Blutzuckerspiegel ab, werden die Kinder hungrig und schlapp. Sie können sich nur noch schwer auf das Unterrichtsgeschehen konzentrieren.

Im Handel finden sich diverse Süßigkeiten, die den Blutzuckerspiegel rasch heben. Was viele nicht wissen: Genauso schnell, wie der Blutzuckerspiegel durch Schokolade & Co. ansteigt, fällt er auch wieder. Darum sind überzuckerte Frühstückscerealien und Schokocreme keine Option, wenn es um ein leistungsstarkes Frühstück und die Pausenbrote geht.

Nüsse, frisches Obst und Vollkornprodukte sind deutlich effizienter. Natürliche Power hält länger an und sorgt auch über den Tag hinaus für geistige und körperliche Fitness.

Nicht am Kind vorbei entscheiden!

Wer kennt das nicht? Ein hübsch gedeckter Tisch, eine mit viel Freude zubereitete Mahlzeit und das Kind mag nichts essen.

Ermahnungen sind kaum der richtige Weg. Sinnvoll ist es, die Kinder aktiv zu beteiligen. Selbst Zubereitetes macht einen stolz und schmeckt einfach besser. Geschmack und Freude am Essen können entwickelt werden.

Ganz einfach lassen sich Frühstücksflocken kombinieren. Kinder mischen gerne Dinge zusammen. Warum nicht einmal mit Rosinen, Nüssen und Vollkornflocken gemeinsam eine eigene Super-Power-Spezialmischung herstellen?

Mit einem eigenen Beet im Garten oder auf dem Balkon wird aus dem Kostverächter ein stolzer Gärtner und Gourmet, der sein Kresse-Brot mit Hingabe verzehrt.

Wie wäre es mit einem Geschmacks-Parcours? Mit geschlossenen Augen kann man Beeren, Käse, Quark und Vollkornbrot verkosten. Eigene Kreationen lassen den Spaß an gesundem Essen wachsen. Gemeinsam einkaufen und in der Küche mitbestimmen, stärkt das Selbstvertrauen und führt in die Kultur des gesunden Genießens ein.

Die Top Ten intelligenter Ernährung

  • Viel frisches Obst und Gemüse sorgen für Vitamine, Mineralstoffe, Duft- und Geschmackserlebnisse.
  • Fünf Mahlzeiten über den Tag verteilt.
  • Ausreichend durstlöschende, ungezuckerte Getränke, wie Mineralwasser, Früchte- und Kräutertee.
  • Cooles Vollkorn statt schlappes Weißmehl!
  • Joghurt, Sauer- und Buttermilch, Quark und Frischkäse herzhaft und süß für Zwischendurch.
  • Kaltgepresste pflanzliche Öle und Fette ergänzen Salate, liefern Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, Kohlenhydrate und schmecken.
  • Wenig Fleisch aus gesunder Tierhaltung.
  • Gemeinsam abwechslungsreich, regional und saisonabhängig einkaufen und kochen.
  • Reichhaltiges Frühstück, kleine vollwertige Zwischenmahlzeiten, die den Körper nicht belasten, sondern aufbauen, ein vollwertiges Abendbrot mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen.
  • Fast Food und Süßigkeiten mit Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern meiden.

Make it simple!

Zum Familienleben gehört eine gute, ausgewogene Küche. Der gemeinsame Spaß am Essen lässt sich entwickeln und bietet den Kindern eine gute Grundlage für ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung.

Für das Gehirn sind Glukose und energiereiche Nahrungsmittel von Bedeutung. Frühstück und Abendbrot sollten daher viele Kohlenhydrate enthalten. Die Zwischenmahlzeiten sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel gehalten wird. Nüsse sind geniale Energiespender. Frisches Obst, Vollkorn- oder Müslikekse stillen das Bedürfnis nach Süßem und geben gleichzeitig Kraft.
Das Mittagessen sollte angemessen ausfallen und nicht zu viel Fett enthalten, damit es nicht zu Ermüdungserscheinungen kommt.
Ansprechend zubereitet lassen sich aus Nüssen und Getreideflocken schnell und unkompliziert Kekse und Riegel backen, können zusammen mit den Kindern Brotaufstriche aus Gemüse und Joghurtmischungen kreiert werden.

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