Tipps wie dein Kind leichter einschläft

 

Schlafen ist gesund – das weiß mittlerweile jeder. Doch wie viel Schlaf brauchen Kinder wirklich? Wann sollten sie ins Bett gehen und was tun, wenn die Kleinen nicht so wollen, wie man sich das als Eltern vorstellt?

Viele Kinder schlafen zu wenig und sind morgens müde und unausgeglichen. Dabei ist es für sie besonders wichtig, genügend Schlaf zu bekommen, damit sich ihr Gehirn gut entwickeln und das Erlebte verarbeitet werden kann. Übermüdung macht sich schnell in der Schule bemerkbar, denn unausgeschlafenen Kindern fällt es schwerer sich zu konzentrieren und Informationen aufzunehmen und zu behalten. Auch Probleme mit Mitschülern können Folge von zu wenig Schlaf sein. Grund dafür ist, dass neben Neuem auch Sorgen und Ängste nachts verarbeitet werden, sodass es müden Kindern schwerer fällt, Gefühle zu kontrollieren.

Jedes Kind braucht unterschiedlich viel Schlaf

Eine genaue Anzahl an Stunden, die ein Kind schlafen sollte, gibt es allerdings nicht, da das Schlafverhalten von verschiedenen Kindern sehr unterschiedlich ist. Man unterscheidet zwischen Kurzschläfern, die nur wenige Stunden brauchen, um voll leistungsfähig zu sein, und Langschläfern, die deutlich länger schlafen müssen, um sich zu erholen. Trotzdem kann man sagen, dass Kinder bei Einschulung noch durchschnittlich 11 Stunden Schlaf benötigen, wohingegen es sich gegen Ende der Grundschulzeit auf etwas unter 10 Stunden verringert.

Doch was tun, wenn das Kind nicht schlafen möchte, oder Schwierigkeiten hat, einzuschlafen?

 

Die folgenden Tipps und Tricks können helfen:

  • Lass dein Kind sich tagsüber beim Spielen austoben und motivier es, Sport zu machen, denn Kinder, die sich viel Bewegen sind abends früher müde und können länger schlafen. Der Schulweg eignet sich hervorragend, um Bewegung in den Alltag zu integrieren, indem dieser beispielsweise zu Fuß oder mit dem Roller oder Fahrrad zurückgelegt wird.
  • Eine Vereinbarung von einer festen Insbettgeh-Zeit sorgt nicht nur dafür, dass dein Kind genügend Schlaf bekommt, sondern erspart einem auch die abendlichen Diskussionen. Ein 6-Jähriger, der um 7 Uhr aufstehen soll, sollte um 20 Uhr ins Bett gehen, um auf seine benötigten 11 Stunden Schlaf zu kommen.
  • Ein festes Ritual vor dem Schlafengehen hilft, um nach einem aufregenden Tag zur Ruhe zu kommen. Dieses sollte am besten jeden Tag mit gleichem Ablauf abgehalten werden. Besonders gut eignet sich dafür Vorlesen oder gemeinsames Geschichtenerzählern.
  • Aufregende Themen solltet ihr kurz vor dem ins Bett gehen vermeide, denn vielen Kindern fällt es danach schwer einzuschlafen. Schließt den Tag lieber positiv ab und erzählt euch gegenseitig etwas Schönes, was ihr an diesem Tag erlebt habt.
  • Elektronische Geräte strahlen bläuliches Licht aus, welches dem natürlichen Tageslicht ähnelt. Zuviel davon verschiebt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin und signalisiert dem Körper: Es ist Tag! Dadurch kann die Benutzung von Handys, Laptops und co. am Abend den Tag-Nacht-Rhythmus verschieben und sollten mindestens eine Stunde vor dem ins Bett gehen zur Seite gelegt werden.
  • Auch zu helle Lampen mit hohem Blauanteil können den Körper irritieren und die Produktion von Melatonin stören. Wer sich abends lange in zu grellem Licht aufhält, etwa im Bad oder beim Lesen, kann Probleme beim Einschlafen bekommen. Deswegen sollte darauf geachtet werden Lampen mit hellem, bläulichem Licht abends auszuschalten und auf Dimmbare mit warmem Licht umzusteigen, damit dein Kind rechtzeitig und qualitativ gut schlafen kann.

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